25C3 – Eine andere Welt wird sichtbar
Dezember 28th, 2008 von
Andy Gee
Dank Carstens Erinnerung hab ich mich dieses Jahr ja nun endlich mal zum CCC, dem Chaos Communication Congres vom CCC, dem Chaos Computer Club aufgemacht. Ich wollte es auch ein mal sehen das Spektakel der Geeks und Nerds, der Hacker und Reverse Ingenieure. Und es ist ein Spektakel: Schon von weitem deutlich zu erkennen ist die CCC Rakete auf dem Platz vor dem BCC gelandet, in den Fenstern hängen bereits Banner und elektronische Anzeigen die zum einen die aktuell wichtigsten Themen der digitalen Basisdemokratie und zum anderen wichtige Statusinfos über die Kongress-Telefonanlage kund tun.
Für 80 Eur wird man mit einem an Rockkonzerte erinnerndes Handgelenk-Bändchen verplomt und erlangt damit Einlass in die Hallen des Kongresses. Nachdem schon am Vorabend des ersten Tages alle “Tickets” ausverkauft sind bin ich froh die Vollversion erstanden zu haben.
Schon der erste Rundgang lässt klar erkennen: Dieser Kongress ist anders als alle anderen. Statt im Foyer von netten Anpreisungen der üblichen Marketingbuden der Branche begrüßt zu werden lungern in jeder Ecke Jung-Geeks in Non-Konformisten-Uniformen. T-Shirts von Open Source Projekten oder mit kleinen Coder-Rätseln versehen werden zu Cargo Pants getragen die solch große Taschen haben das darin ein Asuss EEE PC spielend Platz findet. Die etwas erwachseneren Besucher tragen IBM Netbooks und Jens. Und die ganz eleganten Rollkragen Pulli und Airbooks. Das schöne daran ist das die Lager sich nicht wirklich trennen lassen sondern erstaunlich organisch ineinander fließen und sich gegenseitig inspirieren und intensiv kommunizieren.
Die bunte Mischung aus Hardware Crackern, Networkern, Applikation Level Programmierern, Service und Hosts Admins, Juristen, Forschern der verschiedensten Fachrichtungen von Informatik bis Meteorologie ist beispiellos. So habe ich das noch nirgends erlebt. Und obwohl nichts wie geleckt ist und überall Wireless Access Points an ihren PoE Nabelschnüren von Decken und Treppengeländern baumeln funktioniert alles irgendwie. Hunderte von Laptops in Sichtweite sind online, alle telefonieren wild mit DECT Telefonen und rufen gratis Mutti zuhause oder die Simultan-Übersetzung der Vorträge an.
Wie eine LAN Party, nur ohne Ballerspiele wirkt das Untergeschoss des BCC. An vielleicht 20 Tischen leuchten unzähliche Screens. Deren Inhalt ist aber nicht “Desert” oder “Atztec” sondern xterms in allen Farben und Formen, bunte Code-Editoren und Protocoll Analyzer. In weiteren Räumen des Kellers werden allerlei blinkende und pulsierende LED Kunstwerke gelötet, amerikanisch ratschende Frauen häckeln mutmaßlich Topflappen und in der Party Area fehlt es nicht an DJs und LJs die Ihr Setup wohl zu bedienen wissen.
Für den ersten Tag bin Ich leicht over loaded, doch das schreiben dieses Posts und das Bier vom 24/7 um die Ecke hilft runter zu kommen. Morgen gehts mit zwei voll geladenen N95 Akkus wieder los… Bis dann…
Links zu den Talks die ich heute gehört habe:
Building an international movement: hackerspaces.org
Geschrieben in geilablabern_pocket |
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